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Die Schutzzone Kufstein - Eine Erfolgsgeschichte, die 2012 begann.

Im Jahr 2012 präsentierte DI Walter Preyer im Rahmen des Techniker:innen-Treffens der Tiroler Bauämter in der Stadtgemeinde Hall in Tirol die Erfolgsgeschichte des Tiroler Stadt- und Ortsbildschutzgesetzes (SOG). Diese fachlich fundierte Darstellung zeigte eindrucksvoll auf, wie durch qualitätsvolle Begleitung von Bauvorhaben historische Stadtkerne nicht nur bewahrt, sondern auch zeitgemäß weiterentwickelt werden können.

Dieser Impuls war ausschlaggebend dafür, dass sich die Stadtgemeinde Kufstein intensiv mit der Einführung einer Schutzzone nach dem SOG auseinandersetzte. Insbesondere die damalige Stadtbaumeisterin Elisabeth Bader, die diese Funktion bis zu ihrer Pensionierung im Oktober 2025 ausübte, erkannte früh den nachhaltigen Mehrwert eines verbindlichen Ortsbildschutzes für die Altstadt von Kufstein und leitete die erforderlichen fachlichen Schritte ein.

Die Herausforderung der Einführung einer Schutzzone in Kufstein
Die Einführung der Schutzzone stellte für Kufstein eine anspruchsvolle Phase dar. Die historische Altstadt ist geprägt von einem vielschichtigen baulichen Erbe – vom mittelalterlichen Kernbereich des Unteren und Oberen Stadtplatzes bis hin zu sensiblen Randzonen mit charakteristischen Gebäuden. Gleichzeitig bestand ein hoher Entwicklungsdruck durch wirtschaftliche Interessen, Modernisierungsbedarf und neue Nutzungsanforderungen. Mit der Einführung der Schutzzone waren neue rechtliche und organisatorische Abläufe verbunden, die sowohl für Bauwerber:innen als auch für Verwaltung und Politik eine Umstellung bedeuteten und in der Anfangsphase mit Unsicherheiten und Vorbehalten verbunden waren. Gleichzeitig erforderte der umfassende Anspruch des Ortsbildschutzes – von baulichen Maßnahmen bis hin zu Werbeanlagen im öffentlichen Raum – eine klare fachliche Haltung, transparente Kommunikation und ein hohes Maß an Qualitätssicherung.

Vor diesem Hintergrund war es notwendig, eine klare fachliche Grundlage zu schaffen, die sowohl Rechtssicherheit für Bauwerber:innen als auch Planungssicherheit für die Stadt gewährleistet. Mit dem von DI Walter Preyer erarbeiteten Ortsbildschutzgutachten zur Abgrenzung der Schutzzone wurde eine differenzierte und nachvollziehbare Grundlage geschaffen. Die Festlegung von Kern- und Randzonen sowie die Definition charakteristischer Gebäude ermöglichten eine sachliche und transparente Beurteilung künftiger Bauvorhaben.

Ziel der Schutzzone Kufstein ist es, das charakteristische Erscheinungsbild der historischen Altstadt zu erhalten, qualitätsvoll weiterzuentwickeln und an zeitgemäße Nutzungsanforderungen anzupassen. Die Schutzzone versteht sich dabei nicht als Verhinderungsinstrument, sondern als fachliches Steuerungswerkzeug, das Baukultur, Wirtschaftlichkeit und öffentliche Interessen in Einklang bringt.

Herausragende Projekte und nachhaltige Wirkung
Besonders deutlich wird der Mehrwert des Stadt- und Ortsbildschutzes in Kufstein an jenen Projekten, die aufgrund ihres Umfangs, ihrer städtebaulichen Bedeutung und ihrer komplexen Rahmenbedingungen als besonders herausfordernd einzustufen waren. Gerade bei diesen Vorhaben zeigte sich die Qualität der fachlichen Begleitung und der beharrlichen Abstimmungsprozesse im Sinne des Ortsbildschutzes.

Blick nach vorne – Weiterentwicklung des Stadt- und Ortsbildschutzes
Mit dem Abschluss der langjährigen Tätigkeit von DI Walter Preyer richtet sich der Blick der Stadtgemeinde Kufstein bewusst nach vorne. Die Schutzzone Kufstein sowie die ausgewiesenen charakteristischen Gebäude bestehen weiterhin gemäß dem SOG 2021 und bilden auch künftig einen zentralen Rahmen für die qualitätsvolle Entwicklung der historischen Stadt.

Für die neue Funktionsperiode seit 01.01.2026 wurden Arch. DI Benedikt Gratl als ständiges Mitglied und Stadtbaumeister Paul Vadasz als Ersatzmitglied für den Stadt- und Ortsbildschutzbeirat der Stadtgemeinde Kufstein bestellt. Mit dieser Neubestellung wird die kontinuierliche fachliche Begleitung des Stadt- und Ortsbildschutzes in Kufstein sichergestellt.

Die Stadtgemeinde Kufstein spricht Walter Preyer anlässlich seiner Verabschiedung ihren besonderen Dank und ihre hohe Anerkennung aus. Sein Beitrag zur Erhaltung des historischen Stadtbildes wird über seine aktive Tätigkeit hinaus nachhaltig sichtbar bleiben.

SOG-Projekte

Zu den umfangreichsten und prägendsten Projekten innerhalb der Schutzzone zählen insbesondere:

-- Hotel Franz Josef im Auracher Löchl, Römerhofgasse
-- Wohn- und Geschäftshaus Unterer Stadtplatz 3 mit Inncafé
-- Hotel Platzhirsch, Unterer Stadtplatz

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