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03. September 2026

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Kultur mit Herz und Haltung

Von Mozart bis Manu Delago, von Weltpolitik bis Kindertheater

Kultur berührt, regt zum Nachdenken an und bringt Menschen miteinander ins Gespräch. Mit dem Anspruch, ein Kulturprogramm mit Herz und Haltung zu gestalten, präsentierte die Stadt Kufstein am Mittwoch, dem 2. September im Kultur Quartier die geplanten Veranstaltungen in der Saison 2026/27. Klassische Meisterwerke treffen auf zeitgenössische Klänge, politische Diskussionen auf persönliche Erfahrungen und jahrhundertealte Traditionen auf neue künstlerische Zugänge.

Das vielseitige Programm reicht von internationalen Ensembles und renommierten Solist:innen über inspirierende Nachtgespräche bis hin zu Theater, Jazz und Angeboten für Kinder und die ganze Familie. Kultur wird dabei immer als eine verbindende Kraft verstanden: Sie bereitet Freude, bewegt die Menschen und beweist den Mut, genauer hinzusehen.

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(v.l.n.r.) Otto Dialer (Vorstandsdirektor der Sparkasse), Maria Reitberger (Kulturabteilung Stadt Kufstein), Bernhard Sieberer (Kulturbeauftragter der Stadt Kufstein), Bürgermeister Martin Krumschnabel und Robert Woods (Filialleiter Volksbank) freuen sich auf eine facettenreiche Saison.

Die sechs Kategorien des Kulturprogramms:

Abonnement-Konzerte
Sechs ausgewählte Konzertabende mit fixem Sitzplatz – von großen Werken der Musikgeschichte bis zu sehr speziellen audiovisuellen Erlebnissen.

Sonderkonzerte
Festliche, verbindende und sommerliche Konzerterlebnisse – vom Weihnachtsoratorium zum Mitsingen bis zu den traditionellen Sommerorgelkonzerten.

Kufsteiner Nachtgespräche
Persönlichkeiten aus Journalismus, Politik und Gesellschaft sprechen mit Moderator Klaus Reitberger und dem Publikum über aktuelle Entwicklungen und Konflikte unserer Zeit.

Literatur & Theater
Sprachkunst und Schauspiel schaffen mit scharfem Blick Raum für neue Gedanken
und gelebte Geschichte.

reihe.kreativ
Ungewöhnliche Konzertformate, junge Talente und neue Zugänge zu Pop, Jazz, Rock und klassischer Musik.

höreinspaziert
Ein altersgerechtes Kulturangebot für Kinder und Familien – zum Mitfühlen, Staunen und gemeinsamen Entdecken.

Abonnement-Konzerte: Von Mozart bis Manu Delago

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(c)Simon Rainer

Die sechs Abonnement-Konzerte bilden das musikalische Herzstück der Saison. Den Anfang macht das international gefragte Fauré Quartett. Das Ensemble präsentiert eine Eigenbearbeitung von Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ und verbindet sie mit romantischen und zeitgenössischen Werken. Mit „English Winter Tale“ führt das Programm weiter durch die Klangwelten der Britischen Inseln – mit dem Stuttgarter Kammerorchester und der Tiroler Harfenistin Margret Koell. Neue Wege beschreitet der Tiroler Musiker Manu Delago im Januar. Seine audiovisuelle Performance „Environ Us“ verbindet Percussion und Projektionen: Naturgeräusche und Klänge des Alltags werden zu musikalischem Material.

Anfang März bringt das Marionettentheater Schloss Schönbrunn Mozarts „Zauberflöte“ nach Kufstein. In den feinen Bewegungen der handgeführten Figuren entfaltet sich eine eigene Poesie. Am darauffolgenden Nachmittag ist eine „Kinderzauberflöte“ für die ganze Familie zu erleben. Beim Akademiekonzert „Ein Fest mit Mozart“ präsentiert das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck gemeinsam mit Michael Schöch und Matthew Halls ausgewählte Stücke des Komponisten. So zeigt sich Mozart in dieser Saison gleich in mehreren Facetten: poetisch im Spiel der Marionetten, familiennah für ein junges Publikum und glanzvoll im großen Orchesterklang. Den Abschluss des Abonnements gestalten die Latvian Voices: Das Vokalensemble aus Lettland bespielt an einem Abend zwei Orte und präsentiert zwei unterschiedliche Programme: In der Pfarrkirche St. Vitus eröffnet „Sacred Chord“ spirituelle Klangwelten, anschließend widmet sich „Love is“ im Kultur Quartier emotionalen Popsongs.

Sonderkonzerte: Gemeinschaft hören und erfahren

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(c)Lisa Hörterer

Die Sonderkonzerte stellen das Miteinander in den Mittelpunkt. Beim Festkonzert „Jugendchöre im Dialog“ begegnen sich die Landesjugendchöre Tirol und Thüringen. Beim Kufsteiner Podium zeigen die Lehrenden der Landesmusikschule Kufstein, dass sie nicht nur ihr Können weitergeben, sondern selbst als aktive Künstler:innen auf der Bühne stehen. Unter dem Titel „Der Tanz ein Leben – Das Leben ein Tanz“ präsentieren sie ihre künstlerische Leidenschaft. Ende Dezember heißt es in der Kufstein Arena „Bach zum Mitsingen“. Gemeinsam mit dem Tiroler Ensemble Essenza ist das Publikum eingeladen, ausgewählte Choräle aus dem Weihnachtsoratorium nicht nur zu hören, sondern selbst mitzusingen. Kultur wird hier zum gemeinsamen Erlebnis.

Mit „Tänze und Träume“ begrüßt das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck das neue Jahr. Das traditionelle Neujahrskonzert verbindet schwungvolle Musik mit festlicher Stimmung.

An den Dienstagabenden im Juli kehren außerdem die beliebten Sommerorgelkonzerte in den Festungsneuhof zurück. International renommierte Gastorganist:innen und Hauptorganist Johannes Berger bringen die Heldenorgel zum Klingen.

Haltung beginnt mit einem offenen Gespräch

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(c) Andy Spyra/Suhrkamp Verlag

Die Kufsteiner Nachtgespräche widmen sich sozialpolitischen Themen, die unsere Gegenwart prägen. Die eingeladenen Gäste liefern keine einfachen Antworten, sondern eröffnen Räume für differenzierte Auseinandersetzungen, auch im Austausch mit dem Publikum.

Den Auftakt macht Wolfgang Bauer. Der ZEIT-Redakteur berichtet von seinen Erfahrungen in Afghanistan und im Sudan. Seine journalistische Arbeit führt in Regionen, in denen Krieg, Gewalt und politische Instabilität den Alltag bestimmen. Im November stellt Stefan Lenglinger eine Frage, die angesichts digitaler Medien immer dringlicher wird: Wer bestimmt, was wir für wahr halten? Zwischen Algorithmen und künstlicher Intelligenz geht es um Medienkompetenz und die Grundlagen einer demokratischen Öffentlichkeit. Mit ihrem Programm „Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht“ ist Barbara Blaha Anfang März zu Gast. Humorvoll und faktenbasiert spricht sie über gesellschaftliche Machtverhältnisse und darüber, wie feministische Perspektiven die gesamte Gesellschaft weiterbringen. Ende April beleuchtet Annika Brockschmidt anhand ihres Werks „Die Brandstifter“ die jahrzehntelange Radikalisierung der Republikanischen Partei in den USA. Dabei zeigt sie auf, warum deren autoritäre Entwicklung weit über Donald Trump hinausreicht und auch für Europa von Bedeutung ist.

Große Geschichten, starke Sprache

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(c) Cornelius Web

In der Sparte Literatur & Theater begegnen einander Gesang, Schauspiel, Poesie und Zeitgeschichte. Der musikalische Monolog „Zarah 47 – Das totale Lied“ widmet sich einer ebenso gefeierten wie umstrittenen Künstlerin: Christian Wegscheider und Brigitte Jaufenthaler nähern sich der Person Zarah Leander und den Widersprüchen ihrer Zeit. Unter dem Titel „Dod, i glog dei Bosheit au“ erklingen im April Texte von François Villon (übersetzt von H. C. Artmann) und Ernst Jandl, gesungen und gesprochen von Cornelius Obonya und Agnes Heginger. Georg Breinschmid gibt den unangepassten und bis heute aktuellen Texten eine musikalische Gestalt. Im Mai beleuchtet die Matinée „Magie des Taktstocks“ die großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Rudolf Wallner führt durch eine Musikdokumentation, die unterschiedliche Interpretationsstile und die besondere Beziehung zwischen Orchester und Dirigent beleuchtet.

Kreativität ohne Berührungsängste

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(c)Lukas Feix

Die reihe.kreativ öffnet Räume für besondere Formate, ungewöhnliche Besetzungen und junge musikalische Talente. Gleich zu Beginn der Saison präsentiert das Tom Neuwirth Trio zwei eigens für Kufstein konzipierte Akustikkonzerte. Einmal wird der Kaiserturm der Festung zur intimen Konzertkulisse, am folgenden Vormittag ist das Trio bei einer Matinée im Kultur Quartier zu erleben. Im Februar schafft das Ensemble Saitton bei einem Konzert im Kerzenschein in der Pfarrkirche St. Vitus eine besondere Atmosphäre. Weiters wird Kufstein zum Schauplatz von „podium.jazz.pop.rock... 2027“. Der öffentlich zugängliche Jugendwettbewerb des Landes Tirol gibt jungen Musiker:innen eine Bühne und macht hörbar, mit welcher Energie und Haltung die nächste Generation ihre Musik gestaltet. Beim „Jazz am See“ bringt die konsBigband den Groove an den Hechtsee. Vor der besonderen Naturkulisse treffen rhythmische Energie und sommerliche Leichtigkeit aufeinander.

Kultur von Anfang an

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(c)Marionettentheater Schönbrunn

Dass Kultur keine Altersgrenze kennt, zeigt die Reihe „höreinspaziert“. Sie richtet sich an Kinder und Familien und greift auch sensible Themen auf – mit viel Fantasie und ohne die Zuversicht zu verlieren. Das Stück „Schwarz ist eine Art von bunt“ spricht mit Menschen ab sechs Jahren über Verlust, Tod und das Leben. Behutsam schafft die Aufführung Raum für Gefühle und Fragen, die im Alltag oft nur schwer Worte finden. Bei den Kuschelkonzerten dürfen bereits die Kleinsten gemeinsam mit ihren Familien Musik unmittelbar erleben. Das Marionettentheater Schönbrunn zeigt eine „Kinderzauberflöte“ von Mozart. Eine Geschichte über Freundschaft, Aufmerksamkeit und das Zuhören erzählt das Stück „Ich hab ein kleines Problem, sagte der Bär“. Die Aufführung für Menschen ab vier Jahren zeigt mit Wärme und Humor, wie wichtig es ist, einander wirklich wahrzunehmen.

Zugang zu Kultur erleichtern

Mit unterschiedlichen Abo-Angeboten ermöglicht die Stadt Kufstein einen unkomplizierten und preislich attraktiven Zugang zum Kulturprogramm. Das klassische Abonnement umfasst sechs Vorstellungen mit fixem Sitzplatz und ist frei übertragbar. Es kostet 100 Euro, ermäßigt 75 Euro. Das Abo: Z! richtet sich insbesondere an junge Erwachsene. Für 45 Euro umfasst es das erste Konzert des Tom Neuwirth Trios, die audiovisuelle Performance von Manu Delago, das Nachtgespräch mit Stefan Lenglinger sowie zwei Veranstaltungen nach freier Wahl. Erwachsene ab 32 Jahren können dieses Angebot um 75 Euro nutzen.
Mit „FREI8“ ermöglicht die Stadt Kufstein jungen Menschen unter 18 Jahren kostenlosen Eintritt zu zahlreichen Veranstaltungen des städtischen Kulturprogramms. So können Kinder und Jugendliche Theater, Konzerte und weitere Kulturangebote unabhängig vom Eintrittspreis erleben. Alle teilnehmenden Veranstaltungen sind entsprechend gekennzeichnet und Sitzplätze können kostenlos vorab per WhatsApp reserviert werden. Ausgenommen ist die Reihe „höreinspaziert“.
Wer Kultur verschenken möchte, erhält beim Bürgerservice im Rathaus Kultur-Gutscheine in unterschiedlichen Stückelungen. Einzelkarten sind über die Website des städtischen Kulturprogramms, Ö-Ticket, den Bürgerservice im Rathaus sowie den Tourismusverband Kufsteinerland erhältlich.
Ermöglicht wird das städtische Kulturprogramm mit Unterstützung der Sparkasse Kufstein als Hauptsponsorin. Die Reihe „Nachtgespräche“ wird von der Volksbank Tirol gefördert. Für dieses wertvolle Engagement bedanken wir uns herzlich.

Die Stadtgemeinde Kufstein versteht Kultur nicht allein als Unterhaltung, sondern als Raum für Auseinandersetzung, Begegnung und gemeinsames Erleben. Es lädt dazu ein, genau hinzuhören, neugierig zu bleiben und auch unbequemen Fragen nicht auszuweichen. Denn Kultur braucht beides: das Herz, um Menschen zu erreichen, und die Haltung, um etwas zu bewegen.

Das detaillierte Programm und weitere Informationen finden Sie auf www.kultur.kufstein.at

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