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Festung Kufstein arbeitet mit Firma Rhode an Simulationsmodell zum Thema Schallschutz

Ziel ist es, Maßnahmen zu finden, die den Schallschutz bei Konzerten verbessern und die Lautstärke in der Stadt für Anrainer:innen reduzieren.

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Felix Brielmaier beim Messen des Schalls auf den Kasematten der Josefsburg.

Die Festung Kufstein ist eine beliebte Veranstaltungsstätte und dementsprechend häufig finden auf der Josefsburg auch Konzerte und Events statt. Als Open-Air-Location ist die Musik, je nach Veranstaltung und Wetterlage, auch im Stadtgebiet mehr oder weniger hörbar. Um hier Verbesserungen zu erreichen, ist die Festung Kufstein GmbH in intensivem Austausch mit der Firma Rohde Acoustics. Zwei Mitarbeiter des Salzburger Ingenieurbüros für Raumakustik und Medientechnik waren am 28. April erstmals auf der Festung Kufstein vor Ort, um Daten für eine Studie zu erheben. Clemens Frischmann, Rhode Senior Consultant: „Unser Ziel ist es, ein Konzept mit Maßnahmen zu erstellen, die es in der Stadt bei Veranstaltungen auf der Josefsburg leiser machen.“

Vier Messpunkte in der Stadt liefern Daten für Modellrechnung
Clemens Frischmann zur Vorgabe: „Wir arbeiten an einer Machbarkeitsstudie, die aufzeigen soll, wie die Beschallung auf der Festung Kufstein verändert werden kann, damit weniger Schall in der Stadt ankommt.“ Um die notwendigen Daten zu erheben wurden an diesem Tag Messpunkte am Bozner Platz, in der Speckbacherstraße, der August-Scherl Straße und der Pienzenauerstraße aufgestellt. Danach wurde der ankommende Schall bei offenem und geschlossenem Festungsdach gemessen. Akustiker Felix Brielmaier erläutert: „So können wir gut abschätzen, was das Dach im Hinblick auf den Schall ausmacht, und wir können mit den gewonnenen Daten unser Simulationsmodell kalibrieren. Wir wissen dann genau, wie laut ist es, oben auf der Festung und wie laut ist es unten bei den Anrainer:innen ist.“

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Clemens Frischmann will mit dem Simulationsmodell geeignete Maßnahmen zur Schallreduktion finden.

Schallschirm oder absorbierende Maßnahmen im Festungsdach denkbar
Die Maßnahmen sind bestenfalls mit möglichst geringen Kosten und baulichen Änderungen verbunden. Felix Brielmaier: „Eine denkbare Verbesserung wäre die Errichtung eines Schallschirms auf den Kasematten, der eine gewisse Höhe hätte. Auch absorbierende Maßnahmen im Festungsdach selbst sind vorstellbar.“
Im Simulationsmodell kann dann am Computer berechnet werden, welche Maßnahmen sinnvoll wären. Danach können Angebote eingeholt und ggf. umsetzt werden. Das Simulationsmodell und die Berechnungen werden in den kommenden Wochen fertig ausgearbeitet. Einfache Maßnahmen könnten ev. noch in diesem Jahr getestet werden, umfangreichere Veränderungen könnten dann im nächsten Jahr folgen.

„Die Festung Kufstein GmbH ist sich der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber den Anrainer:inen haben. Mit diesem Projekt wollen wir Wege finden die Belastung für die Bewohner:innen zu reduzieren.“

Emanuel Präauer, Geschäftsführer Festung Kufstein GmbH

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